Rund um den Eisprung

Der Eisprung ist das Zentrale Element im weiblichen Zyklus – das Zusammenspiel verschiedenster Hormone spielt auf diesen einen Moment hin. Hier haben wir schon mal aufgeschrieben was wann im Zyklus geschieht und welche Hormone was wann genau auslösen. Es lohnt sich aber, den Eisprung nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen, denn vor allem der Zeitpunkt des Eisprungs spielt eine große Rolle in der Familienplanung. Wenn du weißt, wann genau dein Eisprung stattfindet, kannst du beispielsweise berechnen wann du fruchtbar bist und wann nicht.

Was genau passiert beim Eisprung?

Angetrieben durch das Hormon FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) wachsen mehrere Eizellen in den Eierstöcken heran. Rund um jede Eizelle befindet sich ein sogenanntes Eibläschen. In der Wand dieses Eibläschens wird das Hormon Östrogen gebildet. Je mehr das Eibläschen wächst desto mehr Östrogen wird gebildet. Zwischen den heranreifenden Eibläschen kommt es zum Wettkampf: eines der Eibläschen wächst am Schnellsten und meldet: ich bin soweit. Nun kommt das Hormon LH (Luteinisierende Hormon) ins Spiel und es kommt zum sogenannten Eisprung: das Gewinner-Eibläschen platzt und entlässt die Eizelle in den Eileiter – wo sie sich auf den Weg Richtung Gebärmutter macht. 

Wann findet der Eisprung statt?

In der Theorie (also bei einem ganz regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen) findet der Eisprung statistisch am 14. Tag statt. In der Realität trifft diese Rechnung aber bei weit unter 20% der Frauen zu. Häufig bewegt sich die Zykluslänge zwischen 28 und 35 Tagen. Auch im Laufe eines (Frauen)lebens verändert sich die Zykluslänge. Die Hormone reagieren auf unsere Lebensumstände: die Eizelle wächst ja heran um potenziell befruchtet zu werden und da schaut der Körper schon genau, wie die Umstände sind: Durch Stress, Krankenheiten, psychische Vorgänge, Reisen usw. kann sich der Eisprung verschieben und die Zykluslängen verändern. Eine rein kalendarische Berechnung der Zykluslänge und des Eisprungzeitpunkts kann deswegen kaum Orientierung bieten – sie nimmt keine Rücksicht auf die individuellen Gegebenheiten und Lebensumstände. Da der Tag des Eisprungs in jedem Zyklus variieren kann, gibt es den perfekten Zyklusrechner also leider nicht.

Eisprung und Fruchtbarkeit (Fertilität)

Die Eizelle hält viel weniger lange durch, als viele meinen: nur circa 12 bis 24 Stunden, nachdem sie aus dem Eibläschen geplatzt ist, kann sie von einem Spermium befruchtet werden. Die Natur hat sich etwas Schlaues ausgedacht, um den Zeitraum zu verlängern: Spermien können im weiblichen Körper bis zu fünf Tage überleben – theoretisch reicht es also fünf Tage vor dem Eisprung Vaginalverkehr zu haben, um das Befruchtungszeitfenster der Eizelle zu erwischen. Dieser Zeitraum um den Eisprung – also die fünf Tage vor und die drei Tage nach dem Eisprung – wird als das fruchtbare Fenster oder die fruchtbare Phase bezeichnet. 

Wie kann man den Eisprung beobachten?

Die verschiedenen Hormone, die Rund um den Eisprung eine wichtige Rolle spielen (zum Beispiel Östrogen), beeinflussen auch noch weitere Bereiche unseres Körpers. Zum Beispiel bewirkt das Hormon Östrogen, dass der Zervixschleim seine Konsitenz verändert. Durch das Beobachten der verschiedenen Körpersymptome lässt sich das fruchtbare Fenster sehr genau bestimmen. Einige Wissenschaftler haben sich Methoden und Regeln zur Beobachtung dieser Körpersymptome überlegt, mehr dazu findest Du hier.

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