fbpx

Warum auch du den trackleCup einmal ausprobieren solltest

trackleCup

Autorin: Annika Schmidt von herzens-mama.de

Allen anfänglichen Bedenken zum Trotz habe ich mich nach der Geburt unseres ersten Sohnes an eine Menstruationstasse gewagt.

Eigentlich gibt es diese schon seit den 1930er Jahren, doch so richtig in Mode gekommen sind sie erst in den letzten Jahren. 

Inspiriert durch eine Freundin, die von ihren positiven Erfahrungen mit einer Tasse berichtet hat, habe ich mich auch näher mit dem Thema beschäftigt. 

In diesem Gastbeitrag erfahrt ihr: Um was genau handelt es sich bei einer Tasse. Welche Vorteile aber auch Nachteile eine Tasse hat. Ich gebe euch außerdem Tipps zum Einsetzen und Entfernen der Tasse. Am Ende werde ich euch noch an meinen ganz persönlichen Erfahrungen teilhaben lassen.

Was ist eine Menstruationstasse oder auch -becher, -kelch, -kappe?

Es handelt sich um Tassen oder auch Becher, die aus Silikon, Latex, Naturkautschuk oder wie im Fall vom trackleCup aus Thermolastisches Elastomer kurz TPE hergestellt werden. TPE hat den Vorteil, dass es sehr weich ist. Somit passt es sich gut der individuellen Scheidenform an und bietet dadurch einen hohen Tragekomfort. 

Die Tassen bieten ein Fassungsvermögen von bis zu 28ml. Sie fangen über einen Zeitraum von bis zu acht Stunden das Menstruationsblut auf. Anschließend wird der Inhalt einfach in die Toilette entleert und die Tasse gereinigt. 

Menstruationstassen haben viele Vorteile

Durch ihr großes Fassungsvermögen bieten sie insbesondere bei starken Blutungen längeren Schutz. So kann die Tasse über einen längeren Zeitraum getragen werden. Das Abzählen der Tampons vorm Verlassen des Hauses gehört der Vergangenheit an. 

Ein für mich weiterer entscheidender Vorteil der Tassen gegenüber Binden und Tampons: der Nachhaltigkeits-Aspekt und dem Einsparen einer immensen Menge an Müll. Dem vermeintlich hohen Anschaffungspreis steht die lange Nutzungsdauer der Tassen gegenüber, da diese bis zu 10 Jahre verwendet werden können. Darüber hinaus spart man bis zu 3.000 Tampons über die Nutzungsdauer ein!

Zu guter Letzt: Tampons trocknen die Scheide aus und zerstören das natürliche Milieu der Vagina. Gerade für Frauen, die zu Allergien, Infektionen und Pilzen neigen, sollten daher erst recht zur Tasse als Alternative greifen. 

Gibt es auch Nachteile?

Ja, aber keine großen. Gerade am Anfang ist es etwas schwierig, die Tasse einzusetzen und wieder heraus zu holen. Jedoch gelang es mir mit jedem Mal ein bisschen besser. Hier gilt: Übung macht den Meister!

Ein weiterer, oft genannter Nachteil, ist das Reinigen auf öffentlichen Toiletten. Mit ein bisschen Planung lässt sich das jedoch häufig vermeiden. Wenn ich doch mal länger als acht Stunden unterwegs bin, nehme ich mir einfach eine kleine Flasche Wasser mit auf die Toilette und eine Packung Feuchttücher. So kann ich die Tasse einfach und diskret in der Kabine reinigen und wiedereinsetzen. 

Wie finde ich die richtige Menstruationstasse und Größe?

Der Markt für Menstruationstassen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Die Tassen gibt es in diversen Größen, Farben, Formen und Materialien. Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit den Tassen aus TPE gemacht, aus dem auch der trackleCup besteht. Diese schmiegen sich am besten der Körperform an und machen die Tasse beim Tragen fast vergessen. 

Neben dem Material sollte man auch auf die Qualität und die gängigen Prüfsiegel achten. Gerade die günstigen Tassen werden oft in China produziert. Die Richtlinien zu Schadstoffgrenzen in den verwendeten Materialien sind hier nicht so streng wie in Europa. 

Um die richtige Größe zu finden, nutzt ihr am besten den Größenfinder auf der trackle Seite. So habe auch ich meine richtige Größe schnell und einfach gefunden.     

Einsetzen der Menstruationstasse

Vor der ersten Verwendung solltest du deine Menstruationstasse einmal auskochen. Hierzu bringst du in einem kleinen Topf Wasser zum Kochen, gibst die Tasse ins Wasser und lässt sie 2-3 Minuten abkochen. Alternativ kannst du die Tasse auch in der Mikrowelle sterilisieren. Dafür legst du die Tasse in einen normalen Kaffeebecher, bedeckst sie vollständig mit Wasser und stellst den Kaffeebecher dann für 2-3 Minuten bei voller Mikrowellenleistung (aber ohne Grill!) in die Mikrowelle. 

Beim Einsetzen gibt es unterschiedliche Varianten. Ich nutze die sogenannten „C-Variante“. Nachdem ich mir die Hände gewaschen habe, falte ich die Tasse zu einem C (einmal der Länge nach in der Mitte falten), gehe in die Hocke und setze die Tasse sein. Sobald sie in der Scheide aufgeploppt ist, fahre ich noch einmal mit dem Finger am Rand entlang und prüfe so, ob sie richtig sitzt. 

Entfernen der Menstruationstasse

Spätestens alle 8 Stunden sollte die Menstruationstasse geleert werden. Dies geht am einfachsten sitzend auf der Toilette. Mit zwei Fingern drückt man die Tasse zusammen, damit sich das Vakuum löst. Die Tasse lässt sich daraufhin einfach entfernen. Wenn es mal nicht so einfach klappt, dann helfe ich mit meinem Beckenboden ein bisschen nach und drücke die Tasse Richtung Scheidenausgang. 

Keine Panik, wenn es mal nicht sofort funktionieren sollte. Die Tasse kann nicht in deinem Körper verschwinden.

Wer sich am Anfang noch etwas unsicher fühlt, der kann am trackleCup auch eine Baumwollkordel anbringen und damit die Tasse herausziehen. 

Den Inhalt der Tasse kippt man in die Toilette und spült die Tasse darauf hin unter fließendem Wasser einmal aus, bevor man sie wiedereinsetzt. 

Sobald der Zyklus vorbei ist, koche ich die Tasse wieder aus, bevor sie für die nächsten zwei Wochen im Baumwollsäckchen im Badezimmerschrank verschwindet. 

Meine persönlichen Erfahrungen:

Meiner anfänglichen Skepsis zum Trotz bin ich mittlerweile ein richtiger Fan der Tasse geworden und empfehle sie allen meinen Freundinnen vorbehaltlos weiter. 

Die Tasse ist absolut alltagstauglich und in der Handhabung für mich sogar hygienischer als ein vollgesogener Tampon. 

Die zwei mich für entscheidendsten Veränderungen, seitdem ich den trackleCup nutze, sind jedoch die folgenden: Zum einen habe ich kaum noch Regelschmerzen. Früher habe ich die Schmerztabletten wie Bonbons gefuttert. Jetzt brauche ich nur noch am ersten Tag 2-3 Stück, für mich also ein Riesen Fortschritt. 

Zum anderen hatte ich nach der Menstruation immer mit einem sehr trockenen und gereizten Vaginalbereich zu kämpfen. Aber auch das ist passé, seitdem ich statt Tampons eine Menstruationstasse verwende.

Dieser Blogartikel ist ein Gastbeitrag von Annika vom Blog herzens-mama.de – schaut doch mal vorbei! | Beitragsbild: © Annika Schmidt